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Informationen zur Veranstaltung

  • Di
    16
    Apr
    2019

    Neue Szenen IV. Ein Opern-Triptychon

    20:00

    Tischlerei, Deutsche Oper Berlin, Ecke Richard-Wagner-Str. / Zillestr., 10585 Berlin-Charlottenburg

    Aufbruch
    Eine Kammeroper von Josep Planells Schiaffino mit einem Libretto von Debo Kötting und in einer Inszenierung von Selina Thüring

    Am Grund gibt's keinen Grund mehr nach dem Grund zu fragen
    Eine Kammeroper von Sven Daigger mit einem Libretto von Fanny Sorgo und in einer Inszenierung von Anna-Sophie Weber

    Eurydike
    Eine Kammeroper von Feliz Anne Reyes Macahis mit einem Libretto von Uta Bierbaum und in einer Inszenierung von Johanna Frech

    Uraufführung des Triptychons am 11. April 2019 in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin; Auftragswerke der Deutschen Oper Berlin

    Kooperation der Deutschen Oper Berlin mit der Hochschule für Musik Hanns Eisler

    In deutscher Sprache

    Sehnsucht und Angst gleichermaßen verbindet die Menschheit seit ihren Anfängen mit dem Meer. Es war der Ort des Unbekannten und Unerforschten, dort wo nie gesehene Ungeheuer in den Tiefen des Meeres vermutet wurden, wo die Fahrt hinaus in die Wasserwüste ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang war und wo weit hinter dem Horizont der Ozean über den Rand der Weltenscheibe in die Tiefe stürzte. Und zugleich steht das Meer für die Erfahrung des Unendlichen und des Erhabenen, für den Aufbruch des Menschen in bislang unbekannte Welten, ist völkerverbindender Handelsweg und beliebter Urlaubsort. Und zugleich sind die Tiefen des Meeres Chiffren für die Welt des Unterbewussten, für die Abgründe und Schattenräume der menschlichen Psyche.

    Erst in den letzten Jahren ist jedoch die Bedeutung der Weltmeere für das globale Ökosystem einer breiteren Öffentlichkeit bewusst geworden. Die Meere bedecken drei Viertel der Erde und ohne sie wäre ein Leben auf unserem Planeten nicht möglich. Doch massive Eingriffe des Menschen etwa durch Überfischung und Verschmutzung bedrohen dieses lebenswichtige System. Zugleich ist immer noch sehr wenig etwa über die Tiefsee bekannt: Erst drei Menschen sind bis heute in den Marianengraben vorgedrungen, jenen mit circa 11.000 Metern tiefsten Punkt der Erde – während davon auszugehen ist, dass auch dort längst der Mensch in Form von Giftstoffen und Abfällen seine Spuren hinterlassen haben.

    Als Mythenort der Menschheitsgeschichte und zugleich konkretes Beispiel für den verheerenden Umgang der globalen Industriegesellschaft mit unserer natürlichen Lebensgrundlage ist das Meer thematischer Ausgangspunkt der drei Musiktheater-Uraufführungen von NEUE SZENEN IV: Die Komponistinnen und Komponisten Feliz Anne Reyes Macahis, Sven Daigger und Josep Planells, als Preisträger eines internationalen Wettbewerbs ausgewählt, haben zusammen mit den Librettistinnen Uta Bierbaum, Deborah Kötting und Fanny Sorgo drei Werke zeitgenössischen Musiktheaters geschrieben, die auf je eigene Art sich mit dem Thema beschäftigen. Diese werden in einem dreiteiligen Musiktheater-Abend in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin zu erleben sein, inszeniert, gesungen und gespielt werden die Uraufführungen von Studierenden der Hochschule für Musik Hanns Eisler. Nunmehr zum vierten Mal setzen damit Oper und Hochschule ihre erfolgreiche Kooperation im Rahmen der NEUEN SZENEN fort – und schaffen ein professionelles Forum und zugleich einen Experimentierraum für ein aufregend neues, junges, zeitgenössisches Musiktheater in Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen unserer Zeit.

     

    Musikalische Leitung: Manuel Nawri, Bühnenbild: Ivan Ivanov, Kostüme: Lena Bohnet, Helene Subklew, Dramaturgie: Sebastian Hanusa, Mentorat / Regie: Claus Unzen, Corinna von Rad, Mentorat / Gesang: Martin Bruns, Mentorat / Musikalische Einstudierung: Byron Knutson

    Echo Ensemble der Hoschule für Musik Hanns Eisler

    Am Grund gibt es keinen Grund mehr, nach dem Grund zu fragen
    Komposition: Sven Daigger, Libretto: Fanny Sorgo, Inszenierung: Anna-Sophie Weber, Ophelia: Stella Hanbyul Jeung, Dr. Mark: Janneke Dupré, Dr. Lior: Caroline Schnitzer, Dr. Scholl: Hubert Kowalczyk

    Eurydike

    Komposition: Feliz Anne Reyes Macahis, Libretto: Uta Bierbaum, Inszenierung: Johanna Frech, Eurydike 1: Dominika Koscielniak, Eurydike 2a: Clara Maria Kastenholz, Eurydike 2b: Camila Mandillo, Orpheus (Sänger): Changbo Wang, Orpheus (Darsteller): Pablo Volo, Zerberus: Marcel Raschke

    Aufbruch
    Komposition: Josep Planells Schiaffino, Libretto: Debo Koetting, Inszenierung: Selina Thüring, Violetta: Serin Park, Friedrich: Michael Kim, Hans: Oliver Boyd, Sonnenfrau 1: Christa Barrett, Sonnenfrau 2: Laura Hagemann, Meerjungfrau: Angela Lamprianidou, Fahrradfahrer: Wilson Raúl Vargas Torres