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Neuköllner Oper:
Toxic Love Songs

Judith und Blaubart

01.–30. Juni

s. Webseite

Neuköllner Oper, Karl-Marx-Straße 131 – 133 12043 Berlin

Zwei Men­schen ste­hen sich in aller Ver­letz­lich­keit gegen­über, eine Sän­ge­rin und ein Sän­ger. Im Zen­trum: das dunk­le Mär­chen von Her­zog Blau­bart und sei­ne Opern­ver­si­on von Béla Bar­tók. Dar­in die ver­schlos­se­nen sie­ben Türen. Was liegt dahin­ter ver­bor­gen? Was Blau­bart ver­ste­cken will, will Judith ent­de­cken, auf­de­cken, ent­hül­len und lässt dabei die Stim­men ver­stumm­ter Frau­en zum Leben erwa­chen. So wer­den Blau­barts Türen nicht durch sei­ne Waf­fen, sei­ne Fol­ter, Macht oder Trau­er defi­niert, son­dern durch die Selbst­ent­äu­ße­run­gen, Schaf­fens­kraft, Freu­de und Grö­ße fast ver­ges­se­ner Frauen.

Denn unse­re Judith – die Sopra­nis­tin Jose­fi­ne Göh­mann, der­zeit mit ihrer Rezi­tal-CD „reBel­les“ in den Medi­en gefei­ert – und Blau­bart, der Bass­ba­ri­ton Enri­co Wen­zel (u.a. GIO­VAN­NI. EINE PAS­SI­ON) suchen einen Weg zuein­an­der, in Bar­tóks Oper und in zahl­rei­chen „Toxic Love Songs“: Lie­dern von Cla­ra Schu­mann, Mel Bonis, Adol­pha Le Beau, Lili Bou­lan­ger, Ethel Smyth, Bar­ba­ra Stroz­zi und Kai­ja Saa­ria­ho. Dazu muss sich das Paar, gemein­sam mit uns, auch räum­lich auf den Weg machen, über unter­schied­li­che Sta­tio­nen in unse­rem Haus, des­sen Stu­dio zu einer Art Blau­bart-Burg wird.