Franziska Seeberg
Neo Hülcker is a composer performer whose work focuses on music as anthropological research in everyday life environments. Their compositions evolve as situations, performance-installations, actions and interventions, and deal with digital subculture (like ASMR), childhood, human-animal-relations, queer practice and cultural hacking.
They are a part of the Y‑E-S collective, who publishes music dealing with performativity, temporality, sound as physical experience and the cultural frames of concerts (y‑e-s.org).
Neo Hülcker created compositions, performances, music theatres and installations such as Ear Action (2016) with Stellan Veloce, crackles (2016) and good dog (2017) for MOCREP, Gib Pfötchen (2017) for Maulwerker and Da war ich noch nie in meinem ganzen Leben (2017), Musik für tote Tiere (since 2017) and tentaculus ohri (2018) with Henry Wilde aka Antonia Baehr, Dress up – Selbstporträt mit Hund (2020) with Ulrike Ruf and Das Musikgeschäft (2021) with Bastian Zimmermann.
Hülcker collaborated with Ensemble ascolta, mam. Manufaktur für aktuelle Musik, Ensemble Garage, MOCREP, Bastard Assignments, Maulwerker, decoder ensemble, We Spoke, The Agency, paranormal φeer group, Henry Wilde aka Antonia Baehr, Bastian Zimmermann, Armin Wieser, Tomomi Adachi, Stellan Veloce, Lucie Vitkova, Andy Ingamells, Elisabeth R. Hager, Matthias Kaul, Astrid Schmeling, Eva Zöllner, Bill Dietz, Jennifer Torrence and more.
Italian-German stage and costume designer. Her career path unites the disciplines of music and architecture, which she studied in Bologna and Ferrara. To combine these two passions, she specialized in stage design in the Master’s program “Scienze e Tecniche del Teatro” at the IUAV University of Venice.
A DAAD scholarship brought her to Berlin in 2005 for a research project on contemporary music theater, where she has lived and worked ever since.
Her stage design assistantships have focused primarily on opera and ballet at international venues such as the Deutsche Oper Berlin, the Staatsoper Berlin, the Berliner Ensemble, the opera houses in Stuttgart and Düsseldorf, and the Hong Kong Ballet. In this context, she developed particular expertise in technical drawing and 3D visualization.
As a freelancer, she has designed stage sets and costumes for both the independent scene and established stages, including the Neuköllner Oper and Radialsystem V in Berlin, as well as the Teatro Testori in Forlì.
Italienisch-deutsche Bühnen- und Kostümbildnerin. Ihr Werdegang vereint die Disziplinen Musik und Architektur, die sie in Bologna und Ferrara studierte. Um diese beiden Leidenschaften zu verbinden, spezialisierte sie sich im Masterstudiengang “Scienze e Tecniche del Teatro” an der Universität IUAV Venedig auf Bühnenbild.
Ein DAAD-Stipendium führte sie 2005 für eine Forschungsarbeit zum zeitgenössischen Musiktheater nach Berlin, wo sie seither lebt und arbeitet.
Ihre Assistenzen im Bühnenbild realisierte sie schwerpunktmäßig für Oper und Ballett an internationalen Häusern wie der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Berlin, dem Berliner Ensemble, den Opernhäusern Stuttgart und Düsseldorf sowie beim Hong Kong Ballet. Dabei entwickelte sie eine besondere Expertise im technischen Zeichnen und in der 3D-Visualisierung.
Freiberuflich entwarf sie Bühnenbilder und Kostüme sowohl für die freie Szene als auch für etablierte Bühnen, darunter die Neuköllner Oper und das Radialsystem V in Berlin oder das Teatro Testori in Forlì.
Anna Peschke ist seit 2010 freischaffend als Künstlerin in Europa und Asien tätig.
Der größte Teil der Berufserfahrung besteht in dem Bereich der Regie für Theater- und Opernproduktionen. Des Weiteren hat sie als Autorin, Schauspielerin und bildende Künstlerin gearbeitet.
Ein wichtiger Teil ihrer Arbeit besteht in der Konzeption und Regie zeitgenössischer Peking-Oper, wobei die letzte Produktion „Der Ring des Nibelungen“ 2019 Premiere im Radialsystem Berlin hatte (Koproduktion mit der China National Peking-Oper Company)
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Irene Lehmann (*1981) ist Theaterwissenschaftlerin, freie Autorin, Dramaturgin, Dozentin, Moderatorin. Sie studierte Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft und Philosophie an der Freien Universität Berlin und promovierte über Politik und Ästhetik in Luigi Nonos Musiktheater. Sie war PostDoc Fellow und Gastdozentin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Senior PostDoc an der Kunstuniversität Graz. 2023–24 ko-kuratierte und koordinierte sie das Weiterbildungsprogramm des LAFT Berlin mit den Schwerpunkten kollektives Arbeiten, Nachhaltigkeit, und Digital Literacy. Als Moderatorin arbeitete sie mit mit dem Musikfonds, Kunstverein Tiergarten und dem Netzwerk Freies Musiktheater zusammen. Als Teil des Netzwerks gründete sie mit anderen die AG Digitale und Analoge Diskurse, um die Sichtbarkeit des Musiktheaters in kulturellen Diskursen zu befördern und zu gestalten.
Seit 2019 arbeitete sie in Kooperation mit Artistic Research-Projekten und erarbeitete sich künstlerische Methoden in den Bereichen Dramaturgie, Text, Performance, unter anderem im Projekt Distraction as a Discipline von Heike Langsdorf und Sounding Fragilities von Pia Palme, sowie an der UDK Berlin. Als Dramaturgin, Performerin und Autorin arbeitet(e) sie zudem mit Cox Ahlers, Sagardía, Juliet Fraser, Simon James Philipps, youarewarmlyinvited, Christian Kesten, Lou Grevensdorff, Stiftung Bauhaus Dessau, Codarts Amsterdam, ESAC Brüssel u.a. zusammen. Sie entwickelt Performances und künstlerische Texte, die im KASK Gent, beim Stimme X Festival Hamburg, im Buchhändlerkeller Berlin und im Interdisciplinary Art Space Studio 0⁄1 Berlin zur Aufführung kamen. Sie forscht zur Ambivalenz utopischer Potentiale in der historischen und gegenwärtigen Performancekunst, im Musiktheater und im digitalen Raum.
Gineke Pranger creates and directs innovative music theater works and installations. Her approach as a director is transdisciplinary, blending different art forms, with her productions standing out for their multimedia techniques and rich musical expression.
Her artistic practice revolves around a playful investigation of genres and the limits of musical perception. A key focus in her work is the deep exploration of vocal expression, especially in choral speaking. Several of her projects are designed to engage an intergenerational audience.
Pranger studied directing for drama and music theater at the Theater Academy August Everding in Munich, in the class of Sebastian Baumgarten. She successfully completed her master’s degree there in 2020. Additionally, Pranger is also a professionally trained
musician. She completed her instrumental studies at the Royal Conservatory in The Hague and the Berlin University of the Arts. As a musician, she specialized in Historical Performance Practice and contemporary music, as well as forms of free improvisation.
In 2021, Pranger was the resident director at Theater Pfütze in Nuremberg, where she wrote and directed several new music theater pieces for young audiences. She has worked with various orchestras and ensembles on new performance formats for both early and contemporary music, including Stegreif Orchester, Ensemble Neue Kammer, and Ensemble Consord – Musik für Heute.
Gineke Pranger entwickelt und inszeniert neue Musiktheaterwerke und Installationen. Als Regisseurin arbeitet sie transdisziplinär, ihre Werke zeichnen sich durch einen multimedialen Ansatz und eine starke musikalische Sprache aus.
Ihre künstlerische Praxis umfasst eine spielerische Erkundung von Genres und den Grenzen musikalischer Wahrnehmung. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der intensiven Auseinandersetzung mit stimmlichem Ausdruck, insbesondere dem chorischen Sprechen. Einige ihrer Stücke sprechen gezielt ein intergenerationelles Publikum an.
Gineke Pranger studierte Regie für Schauspiel und Musiktheater an der Theaterkademie August Everding in München in der Klasse von Sebastian Baumgarten. Dort schloss sie im Jahr 2020 ihr Masterstudium erfolgreich ab. Zudem ist Gineke Pranger auch eine
professionell ausgebildete Musikerin. Sie absolvierte ihr Instrumentalstudium am Koninklijk Conservatorium in Den Haag und an der Universität der Künste in Berlin. Als Musikerin spezialisierte sie sich auf Historische Aufführungspraxis und zeitgenössische
Musik, sowie Formen der freien Improvisation.
Im Jahr 2021 war Pranger Hausregisseurin am Theater Pfütze in Nürnberg, wo sie mehrere neue Musiktheaterstücke für junges Publikum schrieb und inszenierte.
Mit verschiedenen Orchestern und Ensembles arbeitete sie an neue Aufführungsformate alter und zeitgenössischer Musik, darunter zum Beispiel dem Stegreif Orchester, Ensemble Neue Kammer und Ensemble Consord – Musik für heute.
Selina Thüring ist in Berlin lebende Musiktheaterregisseurin. Sie inszeniert unter anderem an Tischlerei Deutsche Oper, Neuköllner Oper, Theater im Delphi, ITZ Tübingen oder für‘s Kammerorchester Basel interdisziplinäres Musiktheater. Sie arbeitet an den Grenzen von Oper, Performance, Tanz, Film und Physical Theatre, sowie an digital-analogen Formaten. Ihre Expertise sind Stückentwicklungen und Uraufführungen mit transformativem Charakter: Die Performer*innen werden zu multimedialen Stimmen, die stark mit dem eigenen Körper sprechen. Ihre künstlerische Handschrift erinnert an das Mensch-Sein und das transgenerationale Wissen, dass in jedem Objekt, an jedem Ort, in jedem Körper sitzt. In ihrer Musiktheater Arbeit geht es darum, die Oper zu revolutionieren, indem das Opernsystem als solches dekonstruiert wird, und die Kraft der sensorischen Gattung Oper zurück in die Künstler*innen und den Zuschauer*raum fließt.
Selina Thüring is a Berlin-based music theater director. She directs interdisciplinary music theater at Tischlerei Deutsche Oper, Neuköllner Oper, Theater im Delphi, ITZ Tübingen and for the Basel Chamber Orchestra, among others. She works at the boundaries of performance, dance, film, opera and physical theater, as well as on digital-analog formats. Her expertise lies in developing pieces with a transformative character: the performers become multimedia voices that speak strongly with their own bodies. Their artistic signature is reminiscent of being human and the transgenerational knowledge that resides in every object, in every place, in every body. Her music theater work is about revolutionizing opera by deconstructing the opera system as such, and the power of the sensory genre of opera flows back into the artists and the audience.
fot. Max Zerrahn