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Deutsches Theater:
The Hills Are Alive

Von und mit Nikolaus Habjan und Neville Tranter

06.–26. Januar

06.01. 19:30
07.01. 19:00
25.01. 19:30
26.01. 19:30

Deutsches Theater Berlin Schumannstraße 13a 10117 Berlin

„Ich wer­de eine groß­ar­ti­ge Mau­er bau­en, und kei­ner baut Mau­ern bes­ser als ich“, ver­sprach Donald Trump 2016 bei sei­nem Wahl­kampf um die US-ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent­schaft. Jah­re spä­ter ist es end­lich so weit. Die Mau­er wird gebaut, doch dum­mer­wei­se aus Ver­se­hen quer durch den Gar­ten von Max und Maria von Trüb. Das uralte Ehe­paar, das einst mit sei­ner viel­köp­fi­gen Kin­der­schar auf der Flucht vor den Nazis aus Öster­reich in die USA immi­grier­te, fin­det das gar nicht lus­tig, besinnt sich auf sei­ne Wur­zeln und will zurück in die alte Hei­mat. Wo die bekann­ter­ma­ßen an- und aus­dau­ern­de euro­päi­sche Büro­kra­tie das hoch­be­tag­te Ehe­paar bei sei­ner Ein­rei­se im Wür­ge­griff hält und das Wie­der­ein­bür­ge­rungs­ver­fah­ren zu einer ein­zi­gen Tor­tur wer­den lässt. Schließ­lich ruht die letz­te Hoff­nung der von Trübs auf ihrem Dop­pel­staats­bür­ger-Lands­mann Arnold Schwar­zen­eg­ger, auf dass er kom­men und sagen möge: „Null problemo!“

Der in Aus­tra­li­en gebo­re­ne, in Euro­pa leben­de und inter­na­tio­nal renom­mier­te Pup­pen­spie­ler Neville Tran­ter war maß­geb­lich dar­an betei­ligt, das Pup­pen­spiel als ernst zu neh­men­de Kunst­form für Erwach­se­ne zu eta­blie­ren. Er arbei­tet mit lebens­gro­ßen Klapp­maul­pup­pen, die auch zum Mar­ken­zei­chen sei­nes ehe­ma­li­gen Schü­lers Niko­laus Hab­jan gewor­den sind. Hab­jan ist als Regis­seur für Oper und Schau­spiel, als Pup­pen- und Schau­spie­ler, Kunst­pfei­fer und Mode­ra­tor mitt­ler­wei­le im gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum und an den größ­ten Thea­tern gefragt. Mit die­sem Stück rund um die Fami­lie von Trüb (Ähn­lich­kei­ten mit einer bekann­ten Musi­cal-Fami­lie sind rein zufäl­lig) erfül­len sich die bei­den Aus­nah­me­künst­ler einen lang geheg­ten Traum: Sie ste­hen das ers­te Mal gemein­sam auf der Büh­ne. Mit ihrer Pup­pen­spiel- und Stimm­kunst hau­chen sie den Figu­ren Leben ein und zei­gen eben­so bös­ar­tig-humor­voll wie hin­ter­sin­nig-unter­halt­sam, was Mau­ern mit Men­schen machen und wie Gren­zen Men­schen dehu­ma­ni­sie­ren können.