OPERA NOW! ist ein internationales Musik- und Theaterkollektiv, das Künstler:innen aus unterschiedlichsten Disziplinen wie Regie, Schauspiel, Game-Design, Dramaturgie, Musik und weiteren Bereichen vereint. Uns verbindet die Überzeugung, dass Kunst und Kultur in der Lage sind, zentrale menschliche, politische und gesellschaftliche Fragen mit den Mitteln von Musik und Theater zu erforschen, zu vermitteln und sichtbar zu machen.
Wir verstehen zeitgenössische Oper und Musiktheater als offenen, kosmopolitischen Raum für neue Impulse, neue Sprachen und neue Perspektiven. Innovation, neue Technologien und experimentelle Methoden sind feste Bestandteile unserer künstlerischen Praxis. Unsere Arbeiten entstehen aus dem „Hier und Jetzt“ heraus und reagieren unmittelbar auf aktuelle soziale und politische Realitäten. Musik und Theater greifen dabei ineinander und schaffen vielschichtige, immersive Erlebnisse.
Sounding Situations work is a careful composition of staged situation in urban spaces and live music placed theatrically in what can be discovered in loco. Since 2014 the collective explores theatrical situations between musictheatre, staging and composition with live music, instruments, recordings, samples, speach and live editing. Often radio, transducers and mobile loudspeakers are installed or move with the audience through a theatre, through cities, join a walk or a longer hike through a metropolis till a mountain valley. A focus of the work lies in the live processing of original musical material, field recordings and language sounds, that, interconnected, change their original definition and become a net of sounding meanings. By the use of compositional and performative strategies the perception of the audience is shifted between the reality and a fictive acoustic imaginary.
[SNDNG STTNS] works as a collective and follows an ongoing artistic research developing “performative instruments” under the perspective of their philosophical, conceptual and artistic production processes. Therefore the work looks always for a strong relation to the environment in its material, acoustic and political context. Collaborations range from musicians to choreographers, visual artists, authors and theatre and film directors.
The longterm ongoing work in residencies and commissions brought [SNDNG STTNS] to create various adventurous performative situations and to give academic lectures in universities around the world, such as Germany, Italy, Belgium, Canada, Brasil, Israel and Rwanda.
[photo by Chris Schwagga]
tutti d*amore ist ein Berliner Musiktheaterkollektiv, das vertrocknete Oper*etten vom Ruf einer unzeitgemäßen Kunstform befreit und ihnen dazu einen wilden und echten Geschmack verpasst. Wir sind ein Cocktail aus professionellen Künstler*innen verschiedenster Sparten aus Musik und Theater, die mit dieser Kunstform mehr bewegen wollen, als bloß ihre Ausführenden zu sein. Wir verstehen uns als ein Medium, durch das Oper*ette zerlegt, verdreht, durchgeknetet und pikant-kross serviert wird.
tutti d*amore ist der Meinung, dass das Genre für diese neuartige Rezeptur vor allem ein breites und heterogenes Publikum braucht. Deshalb werden unsere Produktionen in unkonventionellen und öffentlichen Räumen aufgeführt. tutti d*amore versteht seine Kunst als eine freie und demokratische Arbeits- und Aufführungsform und hat sich daher bewusst für eine Kollektivierung entschieden. Nein, wir sind kein eingedeutschtes Pizza-Restaurant aus den 90ern. Wir machen Oper*ette. Als Theater für Alle. Zum Preis von einer Pizza-Hawaii.
tutti d*amore is a Berlin-based music and theatre collective which cuts stale oper*ettas loose from their reputation as an anachronistic, dry art form and infuses them with authentic, bold flavour. We are a cocktail of professional artists from a variety of fields of theatre and music who want to do more with opera than simply present it in the traditional way. We take oper*ette, twist it, knead it, chop it up, and serve it crisp and piquant.
Above all, tutti d*amore wants its new and improved recipe for the old genre to suit a wide range of palates – and therefore puts on its productions in unconventional, often public spaces. Furthermore, it is organised as a collective with the aim of fostering a free and democratic way of working and performing. Despite the name, we do not sell fruit-flavoured food. We make oper*ette accessible. Theatre, for everyone, for the price of a pineapple pizza.
Das Solistenensemble Kaleidoskop ist ein Berliner Musikensemble, das sich mit seinen genreübergreifenden Musikprojekten auch international als wichtiger Impulsgeber etabliert hat. Ursprünglich als Kammerorchester gegründet, hat sich Kaleidoskop im Laufe der Jahre zu einer Künstlergruppe entwickelt, die neue Formen zeitgenössischer Musiktheaterproduktionen entwickelt. Das 13-köpfige Ensemble sucht in enger Zusammenarbeit mit Künstlern anderer Genres Wege neuer künstlerischer Möglichkeiten und Spielarten. Die Musik nimmt dabei naturgemäß eine zentrale Stellung in der Arbeit ein. Das Ensemble setzt auf die dramatische Eigenschaft der Musik als impulsgebendes szenisches Element. Gleichzeitig werden die Musiker entsprechend der szenischen Anforderungen des Projektes zu Darstellern. Das Ensemble hat mit Künstlern wie Laurent Chétouane, Susanne Kennedy, Sabrina Hölzer, Sasha Waltz oder Aliénor Dauchez gearbeitet und ist zu Gast bei Festivals wie dem Holland Festival, den Operadagen Rotterdam, den Wiener Festwochen, dem Sydney Festival oder dem Kunstfest Weimar. In Berlin arbeitet das Ensemble regelmäßig mit dem Radialsystem V, den Sophiensælen und den Berliner Festspielen zusammen.
Web www.kaleidoskopmusik.de
Kontakt vh(at)kaleidoskopmusik.de
Opera Lab Berlin ist ein freies Ensemble, das sich seit 2013 der Herstellung von zeitgenössischem, wirklichkeitsverbundenem und genreübergreifendem Musiktheater verschrieben hat. Opera Lab ist ein Labor der Stimme und des Instrumentalspiels. Vorrangiger Zweck des Ensembles sind Uraufführungen neuer Musiktheaterkompositionen sowie der Gebrauch existenter zeitgenössischer Musik für unser Musiktheater. Wesentlicher Ansatz ist die Zusammenarbeit aller am Musiktheater beteiligten Künstler im Sinne einer kollektiven Autorschaft an der Aufführung. Ohne Beschränkung künstlerischer Verfahren, Produktions- und Darstellungsweisen ist die Auseinandersetzung mit unserer Lebenswirklichkeit Maßgabe des Musiktheaters von Opera Lab Berlin. Seit 2013 haben Opera Lab zahlreiche Arbeiten selbst produziert und an Kooperationsprojekten mitgewirkt. Zur konsequenten Erprobung und Verwirklichung ihrer Ideen wurde im Jahr 2015 die Musiktheaterreihe Im Feld ins Leben gerufen, für die Opera Lab Berlin Komponisten und Regieteams zusammen bringt, die gemeinsam mit dem Ensemble im Acker Stadt Palast Berlin in kurzen Proben- und Aufführungsphasen experimentelle Produktionen von neuem Musiktheater realisieren.
Founded in 2013 Opera Lab Berlin is an independent, free-form ensemble dedicated to creating interdisciplinary music theatre that is tightly bound to its contemporary surroundings. Opera Lab aims to premiere new music theatre works alongside unique versions of pre-existing contemporary repertoire. The cornerstone of the ensemble is equality amongst all artists involved. By deliberately not restricting modes of artistic production or representation, a genuine sense of wordliness forms the basis of Opera Lab’s musical theatre. Since 2013 the ensemble has realized various productions. In 2015 Opera Lab Berlin launched Im Feld as a way of allowing us continually to test how we realize our concepts of musical theatre. A series that brings together a composer, a director and a small ensemble in Berlin’s Acker Stadt Palast for one week, it provides an open space for the creation of experimental and intimate productions.
Web www.opera-lab-berlin.com
Kontakt info(at)opera-lab-berlin.com
NOVOFLOT ist eine freie Opernkompanie in Berlin. Sie wurde 2002 von dem Regisseur Sven Holm, dem Dirigenten Vicente Larrañaga und dem Performancekünstler und Dramaturgen Sebastian Bark gegründet. Seit 2002 entstanden mehr als 45 experimentelle Operninszenierungen. 2014 wurden Novoflot mit dem George Tabori Preis ausgezeichnet. 2018 erschien im Verlag Theater der Zeit das Buch „Novoflot – Die 15. Spielzeit“.
Spielorte und Koproduzenten waren u.a. die Hamburgische Staatsoper, das Ultraschall Festival, das Festival Warschauer Herbst / Teatr Wielki, das Théâtre National du Luxembourg, das Trafó in Budapest, die Transmediale, das Radialsystem, die Sophiensæle, das Haus der Berliner Festspiele, der Hamburger Bahnhof, die Akademie der Künste, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Gare du Nord Basel, das Schauspielhaus Zürich/Schiffbauplatz, Matucana100 in Santiago de Chile, Parque Cultural de Valparaíso, Kunstfest Weimar/Deutsches Nationaltheater Weimar, das Haus der Statistik Berlin, die Kölner Philharmonie, das Copenhagen Opera Festival und die Greek National Opera.
NOVOFLOT sind: Sven Holm (Regie), Vicente Larranaga (Musikalische Leitung), Dörte Wolter (Company-Management) und Malte Ubenauf (Dramaturgie)
Kontakt office(at)novoflot.de
NICO AND THE NAVIGATORS wurden 1998 von Nicola Hümpel und Oliver Proske am Bauhaus Dessau gegründet. Als „artists in residence“ in den Berliner Sophiensælen entwickelten sie mit ihrer Kompanie von 1999 bis 2005 den Zyklus Menschenbilder. Die im Jahr 2000 für das Berliner Theatertreffen nominierte Produktion Eggs on Earth verschaffte der Truppe den internationalen Durchbruch. Das Stück Wo Du nicht bist, mit Kompositionen von Franz Schubert, markierte 2006 den Einstieg in die Welt des Musiktheaters und der Oper. Es schlossen sich Projekte um Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, Henry Purcell, Gioacchino Rossini und Gustav Mahler an. Das Musiktheater-Projekt Die Befristeten, nach Elias Canetti, entstand 2014 zur Münchener Biennale in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten Detlev Glanert am Residenztheater. Im April 2016 inszenierte Nicola Hümpel in Kooperation mit Nico and the Navigators an der Oper Stuttgart den Reigen von Philippe Boesmans. Darüber hinaus werden Nico and the Navigators international an renommierten Häusern und Festivals gezeigt, u. a. an der Deutschen Oper Berlin, bei den Wiener Festwochen, den Bregenzer Festspielen, dem koreanischen UIMT Festival, der Pariser Opéra-Comique, dem Kunstfest Weimar, der Opéra de Rouen oder dem Grand Théâtre de Luxembourg. 2011 verlieh der Fonds Darstellende Künste dem Ensemble den George-Tabori-Preis. Im September 2016 erhält Nicola Hümpel den Konrad-Wolf-Preis durch die Akademie der Künste.
Web www.navigators.de
Kontakt proske(at)navigators.de
Das modern art ensemble wurde 1994 gegründet. Es veranstaltet seit 2003 eigene Konzertreihen im Konzerthaus Berlin. Sein Repertoire umfasst das ganze Spektrum der zeitgenössischen Musik: Es reicht von Bearbeitungen klassischer Stücke über die Werke wichtiger Komponisten der Neuen Musik bis hin zu Uraufführungen aktueller Musik. Es hat über 120 Uraufführungen in seinen Konzerten präsentiert und arbeitet eng mit vielen Komponisten aus Berlin, aus ganz Europa, aus Ost- und Südostasien zusammen. Es hat als ausführendes Ensemble bei zahlreichen Musiktheaterproduktionen im Konzerthaus Berlin mitgewirkt, konzertante Opernaufführungen realisiert und Live-Musik zu Kinofimen gespielt. Es hat mehrere CD’s veröffentlicht (von Sidney Corbett und Gerald Hummel, die CD Haiku mit Werken von 13 Berliner Komponisten sowie die CD ins extreme geschrieben … mit Werken von Georg Katzer, Helmut Zapf und Hermann Keller).
Web www.modern-art-ensemble.de
Kontakt schoeppklaus(at)gmx.de
Die Maulwerker sind Vokalensemble, Musikperformer, Musiktheatermacher, Komponistenkollektiv. Sie sind Spezialist*innen in den Schnittmengen von Musik und Theater, Musik und Sprache, in der Durchdringung von Musik und Raum, von Klang und Stille. Neben den Klassikern wie Schnebel, Cage und Fluxus steht die rege Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponist*innen, Hörspielautor*innen, Klangkünstler*innen und Regisseur*innen, einschließlich Werke der Ensemblemitglieder selbst. Die Maulwerker kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Gesang, Komposition, Performance, intermediale Kunst, Instrumentalspiel, Schauspiel und Regie. Alle sind neben ihren Aktivitäten im Ensemble auch solistisch tätig und verstehen das Ensemble als einen Zusammenschluss einzelner Künstlerpersönlichkeiten. Auftritte u.a. bei Maerz-Musik Berlin (2012, 2006), Operadagen Rotterdam (2012), Ultraschall Berlin (2010), Fluxus Biennial Rom (2010), Bone-Festival Bern (2014, 2008), ZKM Karlsruhe (2012, 2006).
Kontakt info(at)maulwerker.de
Wir sind eine Gruppe von Musiker*innen/Performer*innen, die seit 2014 in wechselnden Konstellationen miteinander Musiktheater entwickelt.
Einige Ensemblemitglieder verbindet die langjährige gemeinsame Erfahrung im Bereich der improvisierten Musik, insbesondere des Freejazz, andere kommen aus streng klassischen Musikstudiengängen, andere vom Songwriting und der Straßenmusik. Aufgrund dieser höchst unterschiedlichen musikalischen Prägungen muss für jede Arbeit neu ausgelotet werden, wie das Ensemble als Ganzes überhaupt miteinander arbeiten und klingen kann. Jenseits der musikalischen Genregrenzen werden gemeinsame Anliegen aufgespürt und herausgearbeitet, bis schließlich eine charakteristische Landschaft aus aufeinander bezogenen unterschiedlichen Klängen und Spielweisen entsteht.
Die Spieler*innen begegnen und zeigen sich in diesem Ensemble gleichermaßen als Musiker*innen und als ganze Personen. Neben der intensiven musikalischen Arbeit steht das gemeinsame Erforschen und performative Verdichten und Verfremden biographischen Materials zu einem bestimmten Thema – ein manchmal schmerzhaftes, beschämendes, zumeist aber vor allem sehr amüsantes und befreiendes Unterfangen.
Web www.mannausobst.eu