Kalender

Alles Glück der Welt

25.–30. November

Daten Details s. Website
Volksbühne

Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Musi­ka­li­sche Komö­die nach einer Geschich­te von Tho­mas Brasch und Geor­ge Stamkoski

In Tho­mas Braschs bis­lang unver­öf­fent­lich­tem Film­ko­mö­di­en­ma­nu­skript Alles Glück der Welt ent­wirft der ost­deut­sche Autor im Jahr 1985 eine Zukunft, die in der heu­ti­gen Gegen­wart unheim­lich ver­traut wirkt. Humor­voll beschreibt er eine deut­sche Gesell­schaft, in der die natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Ver­gan­gen­heit nicht auf­ge­ar­bei­tet ist, son­dern fort­wirkt. Ein neu­er Krieg steht vor der Tür. Die Men­schen tra­gen Hand­schu­he. Sie haben Angst vor allem Mög­li­chen, das anste­ckend sein könn­te. Inti­mi­tät wird zur Zumu­tung. Frei­heit ereig­net sich nur noch in Form kol­lek­ti­ver Vereinzelung.

Es ist also 1999 und Ber­lin liegt am Meer. Nach einem Auf­ent­halt an einem US-ame­ri­ka­ni­schen Mili­tär­in­ter­nat kehrt der Sohn eines Rüs­tungs­fa­bri­kan­ten, Robert Küss­ler, in die­se Wirk­lich­keit zurück. Sein über­ra­schen­des Auf­tau­chen bringt die fami­liä­re Ord­nung ins Wan­ken. Wird er das Fami­li­en­un­ter­neh­men tra­di­ti­ons­ge­mäß wei­ter­füh­ren kön­nen? Die fami­liä­re Kri­se wird zum Brenn­glas gesell­schaft­li­cher Ver­hält­nis­se und öff­net den Blick auf Eman­zi­pa­ti­on inner­halb bür­ger­li­cher Struk­tu­ren, die von öko­no­mi­schen Inter­es­sen und ideo­lo­gi­schen Kon­ti­nui­tä­ten geprägt sind. Mit sei­nen Lie­dern, ver­fasst aus dem Geis­te des Punks, knüpft Brasch an das Musik­thea­ter der 1920er Jah­re an.