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Informationen zur Veranstaltung

  • Do
    30
    Jun
    2016

    Christoph Marthaler: Tessa Blomstedt gibt nicht auf

    19:30

    Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin-Mitte

    Tessa Blomstedt gibt nicht auf
    Ein Testsiegerportal von Christoph Marthaler und Ensemble
     

    Tessa Blomstedt ist eine Frau mit mehreren Geburtsdaten. Man könnte auch sagen, dass sie mindestens drei Generationen gleichzeitig verkörpert (wahrscheinlich deutlich mehr). Entsprechend gut kennt sie sich aus in Liebes- und Eheanbahnungsfragen, auch wenn sie bis heute noch nie ganz erfolgreich gewesen ist auf diesem Gebiet. Was einst mit Tinte geschriebene und wachsversiegelte Briefe waren und wochenlang ersehnte Begegnungen in den städtischen Parkanlagen, verwandelte sich vor Tessas Augen in Schreibmaschinenpost, Telefonverabredungen, Disko Bekanntschaften, Club-Dating und Mailkontakt. Es wäre gelogen zu behaupten, dass Tessa bereits jetzt eine Souveränität erlangt hätte im Umgang mit Portalen und Profilen. Die unzähligen AGB’s, die sie stets aufmerksam liest, verwirren sie. Aber schließlich stimmt sie zu. Denn sie will finden und gefunden werden. Und angeklickt und heiß begehrt. Im Besitz zahlloser Nicknames ist sie ununterbrochen unterwegs in den sich immer weiter vergrößernden Gärten elektronischer Kontaktaufnahme. Und kann es kaum erwarten, das nächste vielversprechende Liebesangebot aus dem Daten-Orbit.

    Spieldauer: ca. 2 Stunden 10 Minuten   

    Mit: Tora Augestad (Kekke), Altea Garrido (Frauke), Olivia Grigolli (Heike), Lilith Stangenberg (Silke), N. N. (Tessa Blomstedt), Irm Hermann (N.N.), Clemens Sienknecht (Helfried), Ulrich Voß (Ein Retrovirus), Martin Zeller (Young Vallotti),Clara Andrees (Ein junges Paar), Luise Andrees (Ein junges Paar) und die Stimme von Josef Ostendorf (Cantus Firmus)

    Regie: Christoph Marthaler
    Bühne: Anna Viebrock
    Kostüme: Anna Viebrock
    Licht: Henning Streck
    Musikalische Leitung: Clemens Sienknecht
    Regie-Mitarbeit: Gerhard Alt
    Videoprojektionen: Konstantin HapkeAdrien LamandeChristoph Marthaler
    Ton: Klaus Dobbrick
    Dramaturgie: Malte Ubenauf