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Mil­le et Une Nuit

Performative Oper

31.–01. August

31.7. 19:00
1.8. 21:00
Radialsystem

Radialsystem, Holzmarktstr. 33 10243 Berlin

In der Wei­te der Nacht ent­steht eine Oper für das 21. Jahr­hun­dert, mit neu­en Ästhe­ti­ken und Per­spek­ti­ven und einer ande­ren Bezie­hung zur Welt: Mit „Mil­le et Une Nuits“ prä­sen­tiert der ira­ni­sche Cho­reo­graf Sor­our Dara­bi im Radi­al­sys­tem sei­ne ers­te Oper – eine immersi­ve Per­for­mance, die den Stim­men Raum gibt, die von alten Mythen an den Rand gedrängt wur­den. Die Deutsch­land­pre­mie­re von Dara­bis Oper ist gleich­zei­tig der Auf­takt zu der neu­en Rei­he wiel­ding fis­su­res – car­ving cracks in the sur­face of the now im Radialsystem.

„Mil­le et Une Nuits“ beleuch­tet „Tau­send­und­ei­ne Nacht“ aus der Per­spek­ti­ve der Erzäh­le­rin Sche­he­ra­za­de. Das Ori­gi­nal­werk, das von einem hete­ro­se­xu­el­len Cis-Mann kon­zi­piert wur­de, wur­de oft dafür kri­ti­siert, die Figur der Sche­he­ra­za­de auf den Sta­tus eines Erzähl­in­stru­ments zu redu­zie­ren und ihren Kör­per, ihre Wün­sche und ihre Sub­jek­ti­vi­tät zuguns­ten des Autors in den Schat­ten der Geschich­ten zu ver­ban­nen. Im Zen­trum von Sor­our Dara­bis „Mil­le et Une Nuits“ ist die Nacht daher nicht nur eine Meta­pher für das Erfin­den von Geschich­ten, son­dern ein Raum, in dem Sche­he­ra­zades wah­res Wesen end­lich erblü­hen kann – als quee­rer Mythos, fern­ab der Zwän­ge einer cis-hete­ro­nor­ma­ti­ven Welt.