Kalender

Solistenensemble Kaleidoskop:
divi­sio spiralis

27. Mai 2026

20:00
silent green

silent green, Gerichtstraße 35 13347 Berlin

Solis­ten­en­sem­ble Kalei­do­skop spielt Cathe­ri­ne Lamb

Das Solis­ten­en­sem­ble Kalei­do­skop ver­wan­delt Cathe­ri­ne Lambs Streich­quar­tett-Zyklus divi­sio spi­ra­lis in eine räum­li­che Klang­in­stal­la­ti­on. Drei Quar­tet­te sind im Raum ver­teilt, das Publi­kum kann sich frei zwi­schen ihnen bewe­gen. Lambs prä­zi­se Mikro­to­na­li­tät ent­fal­tet sich spi­ral­för­mig über eine Stun­de, durch­zieht kris­tal­li­ne und pul­sie­ren­de Klang­land­schaf­ten und macht den Raum selbst zum Instrument.

divi­sio spi­ra­lis erkun­det das Ver­hält­nis von Klang, Wahr­neh­mung und Raum – die fei­nen Über­gän­ge zwi­schen Ton und Stil­le, Licht und Schat­ten, Prä­senz und Ver­wand­lung. Lambs Kom­po­si­tio­nen ent­ste­hen aus inten­si­ver Aus­ein­an­der­set­zung mit mikro­to­na­len Sys­te­men und Just Into­na­ti­on, wobei har­mo­ni­sche Struk­tu­ren sich lang­sam ver­schie­ben, über­ein­an­der­la­gern und neue akus­ti­sche Phä­no­me­ne wie Dif­fe­renz- und Kom­bi­na­ti­ons­tö­ne hör­bar werden.

Aus­ge­hend von mathe­ma­ti­schen und natu­ra­kus­ti­schen Prin­zi­pi­en ent­wi­ckelt sie ent­schleu­nig­te Klang­räu­me, die sich kon­ti­nu­ier­lich ent­fal­ten und die Wahr­neh­mung des Hörens tief­grei­fend trans­for­mie­ren. Ihre Musik for­dert Geduld, Prä­senz und Offen­heit und erschafft zugleich eine Atmo­sphä­re von sel­te­ner poe­ti­scher Dich­te. Lambs kom­po­si­to­ri­sches Den­ken grün­det auf einem inte­gra­len Ver­ständ­nis von Raum, Zeit und Interaktion.

Zum 20-jäh­ri­gen Jubi­lä­um 2026 prä­sen­tiert das Solis­ten­en­sem­ble Kalei­do­skop neue Pro­jek­te, die die kol­la­bo­ra­ti­ve Arbeits­wei­se kon­se­quent fort­füh­ren und die künst­le­ri­sche Ent­wick­lung des Ensem­bles reflek­tie­ren. Sie zei­gen die zen­tra­len Lini­en der Pra­xis seit den Anfän­gen: Aus­ein­an­der­set­zung mit Musik­thea­ter, kam­mer­mu­si­ka­li­sche For­schung und trans­dis­zi­pli­nä­re Kol­la­bo­ra­tio­nen. Gemein­sam bil­den sie ein Tri­pty­chon, das die Wur­zeln des Ensem­bles mit sei­ner aktu­el­len Aus­rich­tung und Offen­heit für die Zukunft verbindet.