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Künstler*innenkollektivs [in]operabilities:
Die Insel

Vielsinnliches Musiktheater

27.–28. März

20:00

Radialsystem, Holzmarktstr. 33 10243 Berlin

Irgend­wo, nicht weit von hier, gibt es eine Insel. Wir wis­sen es, denn wir haben sie erfun­den. „Insel der Freu­de“ wird sie genannt und hier wol­len wir uns tref­fen. Noo­ne is an island. Ever­yo­ne is an island.

Das Musik­thea­ter „Die Insel“ ist inspi­riert von der Oper „Rinal­do und Alci­na“ der Kom­po­nis­tin Maria The­re­sia von Para­dis. Als blin­de Musi­ke­rin sorg­te sie vor 300 Jah­ren für Auf­se­hen – heu­te ist die Musik ihrer Oper ver­schol­len. Basie­rend auf dem erhal­te­nen Libret­to kre­iert ein Ensem­ble aus blin­den, hören­den, sehen­den und gehör­lo­sen Künstler*innen eine viel­sinn­li­che Neu-Kom­po­si­ti­on der Oper. Auf der Insel der Freu­de, einem emo­tio­na­len Test­ge­län­de für Begeg­nung und Berüh­rung, tref­fen vier Figu­ren und ihre unter­schied­li­chen Wahr­neh­mungs­wei­sen auf­ein­an­der. Was erzäh­len sich die Kör­per, wenn sie selbst zur Spra­che kom­men? Unter wel­chen Bedin­gun­gen kön­nen sie sich berühr­bar machen? Im Krei­se der Zuschauer*innen erkun­den sie die Sinn­lich­keit von Kom­mu­ni­ka­ti­on, rin­gen um Ver­stän­di­gung und ent­wi­ckeln eine Musi­ka­li­tät gemein­sa­men Seins. Es geht um Inti­mi­tät, um para­do­xe Gefüh­le, um den Wett­streit zwei­er Zauber*innen und um die gro­ße Kraft der Imagination.

Das künst­le­ri­sche For­schungs­pro­jekt [in]operabilities ver­knüpft die Kunst­form Oper mit der Fra­ge nach ihrer Zugäng­lich­keit. Mit Klang und Vibra­ti­on, mit Stim­men und Gebär­den, mit Licht, Berüh­run­gen und gesun­ge­ner Audio­deskrip­ti­on ent­wi­ckelt das Ensem­ble viel­sinn­li­che For­men des Musi­zie­rens und befragt so erneut die Gren­zen des­sen, was Oper sein kann.