Kalender

Exe: Mythos

01. Juli 2026

20:00
Ballhaus Prinzenallee

Ballhaus Prinzenallee Prinzenallee 33, 13359 Berlin

Städ­te spei­chern Ord­nung. Flüs­se tra­gen, was verschwindet.

Vor Ber­lin gab es Wasser.

EXE: MYTHOS ist eine Per­for­mance zwi­schen Live-Text, Film, Sound und cho­reo­gra­fi­scher Prä­senz. Aus­gangs­punkt der Arbeit ist die Fra­ge, was eine Stadt in ihrem Was­ser spei­chert. Wel­che Erin­ne­run­gen lagern sich in Flüs­sen ab? Wel­che Geschich­ten, Kör­per und For­men von Gewalt wer­den ver­drängt – und bewe­gen sich den­noch weiter?

Die Per­for­mance ver­bin­det den Tigris und die Spree, Meso­po­ta­mi­en und Ber­lin, anti­ken Mythos und urba­ne Gegen­wart. Im Zen­trum steht die Geschich­te von Iphi­ge­nie: Arte­mis nimmt den Wind, das Was­ser steht still, Bewe­gung wird unmög­lich. Damit beginnt eine Erzäh­lung über Opfer, Stadt­wer­dung und die Gewalt, auf der Zivi­li­sa­tio­nen gebaut wer­den. Von dort aus folgt EXE: MYTHOS den Strö­mun­gen zwi­schen Fluss, Archiv und Kör­per. Was wur­de tro­cken­ge­legt, regu­liert oder ver­drängt, damit eine Stadt ent­ste­hen kann? Was erin­nert Was­ser anders als Archi­ve? Und wel­che Schich­ten bewe­gen sich bis heu­te unter Ber­lin weiter?

EXE: MYTHOS bewegt sich zwi­schen doku­men­ta­ri­scher Spra­che, kör­per­li­cher Per­for­mance, Film, Ori­gi­nal­mu­sik und Live-Sound. Der Film ist dabei kein eigen­stän­di­ges Medi­um, son­dern Teil einer gemein­sa­men Kom­po­si­ti­on aus Bild, Kör­per und Klang. Live-Momen­te, Cho­reo­gra­fie, Stim­me, Sound und Pro­jek­ti­on grei­fen unmit­tel­bar inein­an­der. Es ent­steht kein theo­re­ti­scher Vor­trag, son­dern ein phy­si­scher, musi­ka­li­scher und fil­mi­scher Abend zwi­schen Wut, Zärt­lich­keit, Humor, Kon­troll­ver­lust und kol­lek­ti­ver Erinnerung.