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Informationen zur Veranstaltung

  • Do
    26
    Sep
    2019
    Fr
    04
    Okt
    2019

    Nico and the Navigators: Der Verrat der Bilder

    Georg Kolbe Museum, Sensburger Allee 25

    Mit Nico and the Navigators, eine künstlerische Performance mit Augmented Reality Technologie im Georg Kolbe Museum. Im Rahmen von Bauhaus 100, gefördert von der Bundeskulturstiftung

    Eine Brille stärkt normalerweise den Blick in Ferne oder Nähe und schärft so verschwommene Ansichten. Was aber wäre, wenn sie Unsichtbares sichtbar machen und gewohnte Perspektiven hinterfragen könnte? In ihrem Projekt „Verrat der Bilder“ begeben sich Nico and the Navigators anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums auf eine performative Reise an drei zentrale Orte der Klassischen Moderne. Mit Hilfe von Augmented-Reality-Brillen fragt die Inszenierung nach der Verlässlichkeit des Sichtbaren und nach der möglichen Manipulation von Wahrnehmung. Die von Walter Gropius geprägte Formel „Kunst und Technik – Eine neue Einheit“ wird in „Verrat der Bilder“ zum Anlass genommen, die Grenzen von Utopie und Ironie sowie das Wissen um die Geschichte des vermeintlichen Fortschritts verschwimmen zu lassen. Wenn man durch die Brille blickt, sieht man die Dinge dahinter anders… beispielsweise das einzig erhaltene Bildhaueratelier der 1920er-Jahre in Berlin. Im Geiste des Bauhauses ließ sich Georg Kolbe hier einen idealen Ort für die Verbindung von Leben und Arbeiten, Natur und Kunst, urbaner Vernetzung und künstlerischer Einhausung, energetischer Produktionsstätte und lichtdurchflutetem Schauplatz gestalten. Diese Verbindungen werden in der Performance aufgegriffen, die Architektur, Schauspiel, Tanz, Skulptur und virtuelle Bilder zu einem vielschichtigen ästhetisch-räumlichen Gesamterlebnis vereint. Die Performer*innen bewegen sich dabei in bewährter Manier zwischen Sprache und Bewegung und arbeiten darüber hinaus mit einer theatral bisher kaum erprobten Technologie. Die Brille öffnet Sichtweisen auf die politischen Verwerfungen und die ästhetischen Gegensätze der Weimarer Republik, die sich mit Blick auf das Heute wie eine historische Überblendung lesen lassen. So entsteht ein Projekt, das mit einem neuen Medium nah an der Tradition und unmittelbar an der Zukunft arbeitet. Die ortsspezifische Arbeit wird nicht nur im Berliner Georg Kolbe Museum, sondern auch an den Dessauer Meisterhäusern und der Landesvertretung Sachsen-Anhalts in Brüssel gezeigt. Durch das Anpassen einzelner Szenen vor Ort wir jede Station zum Schauplatz einer Uraufführung.

    Vier Aufführungen täglich vom 26. September bis 04. Oktober 2019, maximale Anzahl von Teilnehmenden begrenzt (25 Personen). Tickets beim radialystem erhältlich.