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Informationen zur Veranstaltung

  • Sa
    15
    Dez
    2018

    SYMPATHEIA

    20:00

    Ballhaus Ost, Pappelallee 15, 10437 Berlin-Prenzlauer Berg

    OBJECTIVE SPECTACLE

    Was ergreift, bewegt uns zum Mitfühlen? Warum wirkt Sitcom-Gelächter ansteckend, bestürzt inszenierte Klage, rührt ein Emoticon? Aus welcher Dunkelheit der Körper schießen die Affekte ins Licht? Was sind ihre Träger? In SYMPATHEIA widmet sich ein 12-köpfiger Chor den seltsamen Eigendynamiken kollektiver Begeisterung am Beispiel von Lachen und Weinen. Vor dem Horizont zunehmend irrationaler Affektäußerungen in den Echokammern der Gesellschaft interessieren sich OBJECTIVE SPECTACLE für Techniken der Affektivität. Welche Kunstgriffe entsetzen in blinde Rührung und rasende Begeisterung? Liegt ein befreiendes Potential in der rituellen Kraft gemeinschaftlich geteilter Affekte jenseits von Sinn und Identität? OBJECTIVE SPECTACLE invertieren die BLACKBOX in eine antik-futuristische Umgebung sich gegenseitig auslösender Lachsalven und Klagelieder, die scheinbar weder Anlass noch Individuen brauchen. Ein spektakuläres Happening der Ansteckungen für vielgestaltige Resonanzkörper!

    OBJECTIVE SPECTACLE untersucht an den Schnittpunkten zwischen Happening, Performance, installativer Kunst und Musik die Funktionsweise spektakulärer Sensation in Medienapparaten, Politikfeldern und Gesellschaftsformen. 2015 in Berlin von der Architektin und Bühnenbildnerin Clementine Pohl und dem Theoretiker, Musiker und Regisseur Christoph Wirth ins Leben gerufen, entwickelt das interdisziplinäre Label in unterschiedlichen Konstellationen experimentelle und partizipatorische Formate für Bühnen, Diskurs– und Kunstkontexte. Ihre Arbeiten wurden international gezeigt, zuletzt im Kontext der Reihe »Immersion« der Berliner Festspiele 2018. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet OBJECTIVE SPECTACLE mit dem Ballhaus Ost Berlin, der Vierten Welt Berlin und PACT Zollverein Essen.


    Für SYMPATHEIA arbeiten OBJECTIVE SPECTACLE mit der Choreografin Sigal Zouk, dem Performer und Tänzer Hermann Heisig, dem experimentellen Musiker Lucio Capece, dem Videokünstler Safy Sniper und einem 12 köpfigen Chor Berliner Bürger*innen zusammen.

    Language no problem.

    Performance Hermann Heisig Musik Lucio Capece Regie, Konzept Christoph Wirth Bühne, Ausstattung, Licht, Konzept Clementine Pohl Video, Bild, Projektion Safy Sniper Körperarbeit, Meditationsworkshop Sigal Zouk Produktionsassistenz, Koordination Laura Sofia Salas

    Eine Produktion von Pohl & Wirth in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste e. V. und den Kofinanzierungsfonds der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Mit freundlicher Unterstützung von Petersburg Art Space und Tanzfabrik Berlin.