Im monatlichen Wechsel unterhält der ZMB Clubabende im Rahmen seiner Vereinsarbeit sowie die Reihe „ZMB im Gespräch“ – sie dient der öffentlichen Diskussion ästhetischer wie kulturpolitischer Themen, der Präsentation einzelner Musiktheaterakteure in Berlin und über Berlin hinaus.

DIE BERLINER ERKLÄRUNG DER VIELEN

Die Vielen sind ein breites Bündnis der Kunst- und Kulturlandschaft gegen Rechts, das aus der Freien Szene heraus initiiert wurde. Es setzt sich aktiv für die Freiheit der Kunst und eine offene Gesellschaft ein und solidarisiert sich mit allen Künstler*innen und Einrichtungen, die von rechtspopulistischen und rechtsextremen Positionen attackiert oder in Frage gestellt werden.

„Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt“, heißt es in der Berliner Erklärung der Vielen, die bisher von 150 Kunst- und Kulturinstitutionen sowie Interessensverbänden – darunter auch der ZMB – unterzeichnet wurden.

Diese große Beteiligung freut uns sehr, sie ist ein deutliches Zeichen für Solidarität und das Verständnis unserer Gesellschaft „als eine plurale Versammlung“. Darüber hinaus ist sie auch die Basis für das Engagement der nächsten Zeit, denn die Erklärung geht mit einer Selbstverpflichtung der Unterzeichnenden einher, u.a. über den Dialog mit dem Publikum und den Mitwirkenden, über Veranstaltungen und andere künstlerische und kulturelle Formate konkret gegen Rechts aktiv zu werden, um unsere Gesellschaft als eine plurale, demokratische Gesellschaft zu leben und fortzuentwickeln.

Diese Verpflichtung gilt auch für uns, den ZMB.

Für Mai 2019 ist darüber hinaus eine Großdemonstration im Vorfeld der Europa-Wahl geplant.

Die Berliner Erklärung mit der Liste der bisherigen Unterzeichner*innen wie auch die Erklärungen aus anderen Bundesländern sind seit der Pressekonferenz am 9. November 2018 auf der Website der Vielen zu finden. Hier kann nun auch jede*r Einzelkünstler*in und Kulturschaffende*r als Unterstützer*in unterzeichnen.

Berliner Erklärung der Vielen:
Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt

Als Aktive der Kulturlandschaft in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Land wurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Künstler*innen.

Heute begreifen wir die Kunst und ihre Einrichtungen, die Museen, Theater, Ateliers, Clubs und urbanen Orte als offene Räume, die Vielen gehören.

Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!

Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteure dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.

Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Künstler*innen, mit allen Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.

Wir als Unterzeichnende der Berliner Theater, Kunst- und Kultureinrichtungen und ihrer Interessensverbände begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung:

  • Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über rechte Strategien. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die beteiligten Häuser den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.
  • Alle Unterzeichnenden bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda.
  • Wir wehren die illegitimen Versuche der Rechtsnationalen ab, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
  • Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine rechtsextreme Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.


Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!

https://dievielen.de/erklaerung-der-vielen/

Vergangene Veranstaltungen:

26.-29. September 2019
BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater 2019
Vom 26.-29. September 2019 fand zum zweiten Mal das Festival BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater statt. In vier Tagen waren zwölf Produktionen zu erleben, darunter fünf Uraufführungen sowie drei Gastspiele aus der diesjährigen Partnerregion unter dem Motto: Berlin meets Rotterdam.

BAM! war dieses Jahr zu Gast in der Berliner Volksbühne und bespielte zudem mit dem Acker Stadt Palast, dem Ballhaus Ost und der Kirche St. Elisabeth weitere Spielorte in Berlin-Mitte und Berlin-Prenzlauer Berg. Ergänzt wurde das Programm durch ein tägliches Late-Night-Programm sowie durch ein Symposium zum Thema „Mapping Music Theatre – Wege des Arbeitens im freien Musiktheater der Niederlande und Belgiens“

Weitere Informationen sowie das gesamte Programm unter: www.bam-berlin.org

20.-23. September 2018
BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater 2018
Mit 14 Premieren und über 30 Aufführungen an vier Tagen veranstaltete der ZMB im September 2018 im Areal zwischen Oranienburger Straße und Invalidenstraße in Berlin-Mitte das erste Festival der freien Berliner Musiktheaterszene. Beteiligte Orte waren unter anderem Sophiensaele, ACUD, Acker Stadt Palast, Villa Elisabeth, Z-Bar, Club der polnischen Versager, St. Elisabeth Kirche und das Kunsthaus KuLe.

Genauere Informationen zum Programm im Archiv der Webseite des Festivals: www.bam-berlin.org

Die Dokumentation:

In einer halben Stunde bietet der Film von Uli Aumüller einen Überblick über das Festival mit seinen 14 Premieren und über 30 Aufführungen, lässt die beteiligten Künstler*innen zu Wort kommen und dokumentiert Late-Night-Performances und Podiumsgespräche.

22. September 2018, 18.00-22.00 Uhr, St. Elisabeth Kirche, Invalidenstraße 3
Georg Nussbaumer: Der Opernwürfel
Komposition und Konzeption: Georg Nussbaumer | Live-Elektronik: Robert Schwarz
Mit: Sarah Maria Sun (Sopran), Mari Sawada (Violine), Daniella Strasfogel (Violine), Lotte Dibbern (Viola), Yodfat Miron (Viola)

In der Dokumentation nachzusehen hier:

22. September 2018, 18.00 Uhr, Festival Lounge, Kunsthaus KuLe / Auguststraße 10
WAS TUN?
Neues Musiktheater zwischen den Fronten des Theaterbetriebs – Panel im Rahmen von BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater
Mit: Kulturpolitiker*innen und Interessenvertreter*innen der Freien Szene: Janina Benduski (LAFT); Christian Kesten (inm); Regina Kittler (Die Linke); Roland Quitt (ZMB); Daniel Wesener (Bündnis 90/Die Grünen); Kerstin Wiehe (Kulturmanagerin)
Moderation: Christophe Knoch

In der Dokumentation nachzusehen hier:

23. September 2018, 15.00 Uhr, Festival Lounge, Kunsthaus KuLe / Auguststraße 10
ERZÄHLFORMEN
Zeitgenössisches Musiktheater zwischen Abstraktion und Narration – Panel im Rahmen von BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater
Mit: Steffi Weismann (Composer-Performerin, Maulwerker); Michael Höppner (Regisseur, Opera Lab Berlin); Georg Nussbaumer (Komponist); Daniel Kötter (Regisseur); Philine Rinnert (Bühnenbildnerin)
Moderation: Martina Stütz, Matthias Rebstock

In der Dokumentation nachzusehen hier:

24. Januar 2018, 19.30 Uhr / Acker Stadt Palast
ZMB im Gespräch: Vom Konzert zur Performance
Instrumentalensembles als Akteure im Musiktheater
Mit Vertreter*innen von DieOrdnungDerDinge (Cathrin Romeis), ensemble mosaik (Ernst Surberg), KNM Berlin (Thomas Bruns), Solistenensemble Kaleidoskop (Tilman Kanitz) und Zafraan Ensemble (Clemens Hund-Göschel)
Moderation: Matthias Rebstock, Rainer Simon

Nicht nur an den Opernhäusern sondern auch in der freien Musiktheaterszene waren lange Regisseuri*innen und Komponist*innen die zentralen Akteure. Inzwischen gibt es eine Fülle von Instrumental- und Vokalensembles, die selbst Musiktheaterprojekte konzipieren. In direktem Zusammenhang damit steht auch die Entwicklung des inszenierten Konzerts, das sich als eigenständige musiktheatrale Form etabliert hat. ZMB im Gespräch diskutiert mit Vertreter*innen wichtiger Berliner Ensembles über Ansätze, Herausforderungen, Arbeitsweisen und das veränderte Selbstverständnis der Musiker*innen.
Acker Stadt Palast | Ackerstr. 169/170 | 10115 Berlin

11. April 2017, 20 Uhr / Kreuzberger Weltlaterne
ZMB-Club
Im ZMB Club treffen sich die Mitglieder vom ZMB um über musiktheaterrelevante Themen und die Arbeit des Vereins zu diskutieren. Für neue Mitglieder ist dieser Termin eine gute Chance, Fühlung aufzunehmen und in die Vereinsarbeit einzusteigen. Gäste sind Willkommen.
Kreuzberger Weltlaterne | Kohlfurter Str. 37 nahe Kottbusser Tor

29. November 2016, 19.30 Uhr / ackerstadtpalast
ZMB im Gespräch: Blick zurück nach vorn
Vom neuen Umgang mit der Oper
Mit: Michael Hirsch (Komposition), Michael Höppner (Regie), Franziska Kronfoth und Julia Lwowski (Musiktheaterkollektiv „Hauen und Stechen“), Johannes Müller und Philine Rinnert (Musiktheatergruppe „Müller/Rinnert“)
Moderation: Rainer Simon, Martina Stütz
Acker Stadt Palast | Ackerstr. 169/170 | 10115 Berlin

Hier nachzuhören:

15. November 2016, 20 Uhr / Kreuzberger Weltlaterne
ZMB-Club
Im ZMB Club treffen sich die Mitglieder vom ZMB um über musiktheaterrelevante Themen und die Arbeit des Vereins zu diskutieren. Für neue Mitglieder ist dieser Termin eine gute Chance, Fühlung aufzunehmen und in die Vereinsarbeit einzusteigen. Gäste sind Willkommen.
Kreuzberger Weltlaterne | Kohlfurter Str. 37 nahe Kottbusser Tor

9. März 2016, ab 20.30 Uhr / sophiensaele
Website Release Party
Am 9. März gehen wir online! Grund genug für eine große Party mit Auftritten mancher Mitglieder und der Möglichkeit, sich über den Verein, seine Ziele und seine Initiativen zu informieren.
Ab 23 Uhr gilt der Abend vor allem dem Tanz. M-F-X (Thomas Mahmoud) legt auf. Schauen, hören, reden und tanzen Sie mit!
sophiensaele | Sophienstraße 18 | 10178 Berlin | www.sophiensaele.com

29. Februar 2016, 19:30 Uhr / DAAD-Galerie
ZMB im Gespräch
Lucia Ronchetti und Franceso Filidei
präsentieren aktuelle Bühnenwerke
Moderation: Lydia Rilling