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Leonis Works:
Leo­nis Works prä­sen­tiert Urgency

02.–03. April

2. und 3. April 2026, jeweils zwei Vorstellungen: 19:15 und 21:30
Haus der Visionäre

Haus der Visionäre, Eichenstraße 4A, 12435 Berlin

Urgen­cy ist ein immersi­ves, inter­ak­ti­ves und orts­spe­zi­fi­sches mul­ti­dis­zi­pli­nä­res Tanz­stück, das sich mit geleb­ten Erfah­run­gen von Gren­zen, Kon­flikt und Druck aus­ein­an­der­setzt – sowohl inner­halb unse­res eige­nen Kör­pers als auch durch sozio-poli­ti­sche Struk­tu­ren von außen. Durch die Ver­bin­dung von zeit­ge­nös­si­schem Tanz, per­for­ma­ti­ver Kunst und Ele­men­ten des klas­si­schen Bal­letts tre­ten sowohl männ­li­che als auch weib­li­che Performer:innen en poin­te auf – eine unge­wöhn­li­che Ges­te, die tra­di­tio­nel­le Bal­lett­kon­ven­tio­nen irri­tiert und eine kör­per­li­che Spra­che von Span­nung, Dis­zi­plin und Insta­bi­li­tät einführt.

Das Stück unter­sucht, wie Kör­per Druck spei­chern, wie Iden­ti­tät durch Zuge­hö­rig­keit und Aus­schluss geformt wird und wie unsicht­ba­re Kräf­te beein­flus­sen, wie wir uns bewe­gen, mit­ein­an­der in Bezie­hung tre­ten und existieren.

Ent­wi­ckelt von Künstler:innen, deren Pra­xis von Erfah­run­gen mit Kon­flik­ten geprägt ist – dar­un­ter auch Bezü­ge zu mexi­ka­nisch-ame­ri­ka­ni­schen Grenz­kon­flik­ten – zeigt das Werk, wie Macht­struk­tu­ren und sozia­le Sys­te­me Spu­ren im Kör­per hin­ter­las­sen und Bewe­gung zu einem Aus­druck geleb­ter Erfah­rung wer­den lassen.
Als inter­ak­ti­ve Erfah­rung kon­zi­piert, ent­fal­tet sich die Per­for­mance im gesam­ten Raum und nicht auf einer ein­zel­nen Büh­ne. Die Performer:innen bewe­gen sich durch und um das Publi­kum her­um, akti­vie­ren die gesam­te Umge­bung und ver­wan­deln den Ort selbst in einen Teil der Cho­reo­gra­fie. Das Publi­kum ist dabei nicht als distan­zier­ter Beob­ach­ter posi­tio­niert, son­dern als Zeug:in inner­halb der Welt des Stücks, wäh­rend sich die Tänzer:innen in Echt­zeit durch den Raum bewe­gen. Die­ser orts­spe­zi­fi­sche Ansatz macht deut­lich, dass Gren­zen und Sys­te­me kei­ne abs­trak­ten Kon­zep­te sind, son­dern geleb­te Rea­li­tä­ten, die uns unmit­tel­bar betreffen.

Das Stück ver­bin­det Live-Tanz, Moti­on Track­ing, Pro­jek­tio­nen und eine poli­tisch auf­ge­la­de­ne Klang­land­schaft in einer 360-Grad-Umge­bung, prä­sen­tiert über ein räum­li­ches Sound­sys­tem von d&b audio­tech­nik, dass das Publi­kum aus allen Rich­tun­gen umgibt.

Das Echt­zeit-Map­ping von Antidote.psd erfasst die Bewe­gun­gen der Tänzer:innen und über­setzt sie in pro­ji­zier­te Visu­als, wodurch emo­tio­na­le Span­nun­gen und inne­re Zustän­de sicht­bar wer­den. Die Pro­jek­tio­nen fun­gie­ren dabei nicht ledig­lich als Hin­ter­grund, son­dern als inte­gra­ler Bestand­teil der Cho­reo­gra­fie und zei­gen Mus­ter von Kon­trol­le, Ein­schrän­kung und Befreiung.

Das Publi­kum erlebt den Kör­per zugleich als mensch­li­che Prä­senz und als visu­el­le Daten­form und damit die Span­nung zwi­schen geleb­ter Erfah­rung und den Sys­te­men, die ver­su­chen, sie zu defi­nie­ren oder zu überwachen.

Pro­du­ziert von Leo­nis Works
Regie Rena­to De Leon
Kon­zept & Cho­reo­gra­fie Dan Oze­ri & Rena­to De Leon
In Zusam­men­ar­beit mit Hader­lump Ate­lier Berlin
Performer:innen
Daf­ni Krazoudi
Jade Albrieux
Cate­ri­na Politi
Dan Ozeri
Rena­to De Leon

Pro­jec­tions Designs & Map­ping: Antidote.psd
Music Mixing & Editing: Mor Elian
Light­ing Design: Mar­co di Nardo