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Ach, Mom!

Eine nichteuklidische Seifenoper von Nico Sauer

17.–28. April

17. 20:00 Premiere
27., 28. 19:30
DT Box

Deutsches Theater Box Berlin Schumannstraße 13a 10117 Berlin

Es beginnt in einem Wohn­zim­mer, wie in jeder Sit­com. Und endet im Delirium.

Ach, Mom! ist eine cho­reo­gra­fier­te Mul­ti­cam-Insze­nie­rung für vier Schauspieler:innen, bei der Tech­ni­ken aus der musi­ka­li­schen Kom­po­si­ti­on auf das Voka­bu­lar des Schau­spiels über­tra­gen wer­den. Kom­ple­xe Erzähl­mus­ter ent­ste­hen nicht durch Hand­lung, son­dern durch rhyth­mi­sche Über­la­ge­rung, Pha­sen­ver­schie­bung und fein getim­te Kör­per­in­ter­ak­tio­nen. Ges­ten wer­den von ihren Funk­tio­nen ent­kop­pelt, Objek­te ver­lie­ren ihre Sub­jek­te, Stim­men schwe­ben zwi­schen Lip-Sync und rea­ler Spra­che. Die Kame­ra über­nimmt nicht län­ger die Rol­le des neu­tra­len Beob­ach­ters, son­dern eman­zi­piert sich – zoomt, ver­passt, insis­tiert. Was als Sit­com beginnt, endet im Rausch einer neu­en, gro­tes­ken Theatersprache.

Ach, Mom! ist kei­ne Erzäh­lung über Fami­lie – son­dern eine Par­ti­tur über ihre Zei­chen. Ein Deli­ri­um aus Rhyth­men, Bli­cken, Rou­ti­nen und Brü­chen. Eine Sit­com, die sich selbst zum Explo­die­ren bringt, um aus ihren Trüm­mern ein neu­es Modell per­for­ma­ti­ver Erzäh­lung zu bauen.