Die Stimme ist Ausdruck des Lebendigen: Sie verrät etwas über den Körper und die Stimmung, trägt persönliche und historische Spuren in sich. Sie kann zugleich täuschen, imitieren oder verstummen. Sie erhebt sich, verschafft Gehör und wird zum Ausdruck von Individualität und Widerstand.
Doch was geschieht, wenn Stimmen die Zeit überdauern und ihre Urheber*innen längst verstummt sind? Wenn sie aus Archiven zurückkehren, neu zusammengesetzt werden oder als künstliche Stimmen unsere Vorstellung vom Menschlichen herausfordern? Der Abend widmet sich der Stimme als literarischem Ausdruck, akustischem Phänomen und Trägerin von Erinnerung.