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Kuku­rí­ku

22.–24. Oktober

20:00
TD

TD Berlin, Klosterstr. 44, 10179 Berlin

Ein Holo­caust-Über­le­ben­der kehrt nach vie­len Jah­ren nach Deutsch­land zurück. Er trifft auf Men­schen, die wei­ter­ge­lebt haben, als wäre nichts gesche­hen. Das Kind, das er damals unter Zwang zeu­gen muss­te und nach dem er sucht, hat unter­des­sen, ohne sei­ne Her­kunft zu ken­nen, den umge­kehr­ten Weg nach Isra­el ange­tre­ten. Ein gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­des Geflecht aus Schuld und Ver­ge­bung, Nähe und Gewalt.

Das ein­zi­ge Thea­ter­stück des 2013 ver­stor­be­nen Schrift­stel­lers Yoram Kani­uk wur­de erst vor Kur­zem im Nach­lass ent­deckt und fei­er­te 2025 am TD Ber­lin sei­ne Welt­ur­auf­füh­rung. Aus Kerem Hil­lels Regie­kon­zept, in dem alle Figu­ren Mas­ken tra­gen, und der Musik von Meit­tam Govreen ent­steht ein ein­dring­li­ches Kam­mer­spiel. Kon­kre­te Dia­lo­ge tref­fen auf poe­ti­sche Momen­te der Begeg­nung und schaf­fen in einem sich ste­tig zuspit­zen­den Büh­nen­bild einen atmo­sphä­ri­schen Raum der Aus­hand­lung. Erin­ne­run­gen an die Ver­bre­chen der NS-Zeit tre­ten in Dia­log mit dem Wunsch nach Erneue­rung, zwi­schen Men­schen, Kul­tu­ren und ver­här­te­ten natio­na­len Beziehungen.