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Hauen und Stechen:
Sancha Lau­ra

26.–28. Juni

20:00 (So 18:00)
Ballhaus Ost

Ballhaus Ost, Pappelallee 15 D-10437 Berlin

Im hoch­mit­tel­al­ter­li­chen 12. Jahr­hun­dert, ent­täuscht von den patri­ar­cha­len Struk­tu­ren ihrer Zeit, lässt sich die pro­fes­sio­nel­le Min­ne­sän­ge­rin Bea­triz de Dia von Per­se­pho­ne in einen 810-jäh­ri­gen Dorn­rös­chen­schlaf ver­set­zen. Sie erwacht bereits im Jahr 1968, als ihre Burg in Süd­frank­reich von einer Auto­bahn platt gemacht wer­den soll und in Paris die Unru­hen der Stu­den­ten­be­we­gung toben. Bea­triz hat­te gehofft, in einer Ära des gesell­schaft­li­chen Fort­schritts und der Ver­wirk­li­chung der drit­ten Wel­le des Femi­nis­mus zu lan­den – zu früh gefreut. Aus einem Frank­reich, das sei­ne revo­lu­tio­nä­ren Ver­spre­chen nicht ein­hält, fliegt Bea­triz auf dem Rücken der schö­nen Melu­si­ne in die DDR. Dort begeg­net sie der Phi­lo­lo­gie stu­dier­ten S‑Bahn Trieb­wa­gen­füh­re­rin Lau­ra Sal­man, die Bea­triz’ sehn­süch­tig gesuch­te Spiel­frau wird…
Inspi­riert von der Schrift­stel­le­rin Irm­traud Morg­ner ver­bün­det sich SANCHA LAU­RA mit zwei unglei­chen Frau­en aus schein­bar längst über­hol­ten Zei­ten – dem Mit­tel­al­ter und der DDR – die sich mit dem unein­ge­lös­ten Ver­spre­chen einer eman­zi­pa­to­ri­schen Zukunft her­um­schla­gen und gemein­sam zu einer poe­tisch-wil­den Aven­tü­re aufbrechen.