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Informationen zur Veranstaltung

  • Sa
    05
    Mai
    2018

    FrauVonDa & Gäste: Running:out;of,words #5 // Neue Musiktheater

    20.00 Uhr

    Ackerstadtpalast, Freie Bühne Mitte e. V., Ackerstr. 169/170, 10115 Berlin, tel.: 030/4410009

    Zum 5. Mal tritt die Reihe Running:out;of,words in Erscheinung, und ein weiteres Mal steht zeitgenössische Vokalmusik im Zentrum.
    FrauVonDa lädt ein zu einem Best-Of der vergangenen Konzerte.
    Die Kompositionen widmen sich den Mitteln und Möglichkeiten aktueller Vokalkompositionen, wobei im Fokus Kompositionen Werke Berliner Komponisten stehen. Die Auswahl der Kompositionen umfasst existierendes Repertoire bis hin zu freien und experimentellen Programmteilen.

    Claudia van Hasselt,Elisabetta Lanfredini, Natalia Pschenitschnikova – Gesang
    Seyko Itoh – Keyboard
    Stefan Rosinski – Live-Video
    Marianne Heide – Kostüm
    Lotte Greschik – Regie

    Mit Werken von Susanne Stelzenbach, Eres Holz, Rainer Rubbert, Alexandra Filonenko, Charlotte Seither, Nicolas Wiese

    In „Running:out;of:ICH“ gehen FrauVonDa der Entstehung und Bedeutung von Identität nach. Die Stimme als Medium der Kommunikation zwischen Innen und Außen und damit als Mittlerin der Identität steht im Mittelpunkt des Konzerts der Reihe „running;out,of:words“. Die Stimme wird auf eine Reise durch eine Identitätenland-schaft geschickt, in Begleitung eines Körpers, der sich langsam entblättert. Es werden Fragen gestreift wie: Gibt es eine ‚angeborene‘ Identität, die als eine Art eingeschriebenes Ich das Außen betrachtet, einordnet und integriert? Wie ist dieses Ich beschaffen? Oder findet Identität nur über die Identifikation mit der Außenwelt statt? Wie bewegt sich das Ich innerhalb der Polarität von Innen und Außen? Was bleibt nach Verlust von Identität?
    Es erklingen Werke für Stimme solo, teilweise ergänzt durch Zuspiel und Elektronik. Die Stimme der Sängerin begegnet dabei sowohl sich selbst als auch verschiedenen Gegenüber, wird zum Kanal für eigene Stimmen, Stimmen von außen, den Stimmen anderer. Sie spricht, singt und ringt, Stimmen werden gemorphed, geschluckt und wieder ausgespuckt, sie dialogisieren, monologisieren, verstummen.
    Die Stimme setzt sich in Verbindung mit dem Außen oder erklingt als Einsame, sie rezitiert, sie verbindet, erinnert sich, sie erfindet, erinnert sich wieder und erfindet neu.

    Nicolas Wiese – VOCALSCAPE FOR TWO

    Eine Wanderung durch eine Stimmenlandschaft, die aus unterschiedlichsten Hintergründen, Vordergründen und Zwischengründen besteht. Alle elektroakustischen Klangschnipsel und -strukturen sind ausschließlich aus Aufnahmen der beiden Sängerinnen erstellt, welche auf der Bühne mit diesen Konstrukten interagieren.
    Bei aller Abstraktion finden die zwei Vokalistinnen immer wieder zurück in ihre Heimatsprachen, was in einen kontrastierenden Höhepunkt führt: ein melancholisches russisches und ein beschwingtes italienisches Volkslied überlappen sich in einem dichten gemeinsamen Klangraum.