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Informationen zur Veranstaltung

  • So
    11
    Mrz
    2018

    Dénise Beck und Zafraan Ensemble: WHOLE BODY LIKE GONE

    18:00

    RADIALSYSTEM V, Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin

    Komposition:    Antoine Daurat und Evan Gardner
    Regie:    Ulrike Schwab
    Ausstattung:    Cora Saller
    Libretto:    Isabelle Kranabetter, Antoine Daurat und Evan Gardner
    Dramaturgie:    Isabelle Kranabetter
    Sopran:    Dénise Beck
    Mit Zafraan Ensemble
    Klangregie:    Antoine Daurat
    Künstlerische Projektleitung:    Clemens Hund-Göschel
    Produktion:    Zafraan Ensemble, Sebastian Solte

    Die Sehnsuchtsformel „tomorrow“ aus der Popmusik, in unzähligen Varianten kompositorisch verarbeitet, lässt den ewigen Kampf des Einzelnen mit sich selbst erklingen. Um diese Suchbewegungen kreist der Musiktheaterabend „Whole Body Like Gone“ in der Regie von Ulrike Schwab mit Uraufführungen von Antoine Daurat und Evan Gardner. Wie finden wir zu uns – als Individuum und als kulturelle Gemeinschaft? Welche Rolle spielt dabei die persönliche Nabelschau, welche die uns umgebende gesellschaftliche Realität? Die zehn Musiker des Zafraan Ensemble werden im musikalischen Kammerspiel selbst zu Akteuren des inneren Widerstreits der Hauptfigur, dargestellt von der preisgekrönten dänischen Sopranistin Dénise Beck. Der gesamte theatrale Raum wird zur Arena der Identitätsverhandlungen. Will tomorrow ever come?

    Geboren in Frankfurt am Main, studierte Ulrike Schwab zunächst Operngesang an der HfM Hanns Eisler Berlin und wurde deutschlandweit als Sopranistin engagiert. Auf der Suche nach neuer Form und Sprache im Musiktheater widmete sie sich vermehrt dem Grenzbereich zwischen Oper, Schauspiel und Performance und nahm nach einer ersten Inszenierung als Regisseurin in 2013 im Folgejahr das Masterstudium Musiktheaterregie an der HfM auf. Seitdem realisierte sie einen Musiktheaterabend, entwickelte eine eigene Fassung der Oper „Armida“ von Gluck und inszenierte eine Uraufführung in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin. Aktuell inszeniert sie ein Musiktheater für Erwachsene an der Neuköllner Oper in Berlin.

    Noch während ihres Studiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien debütierte die Sopranistin Dénise Beck bereits an der Volksoper Wien. Kurz darauf wurde sie am Salzburger Landestheater engagiert. Die junge Dänin, die das Post-Graduate Programm der Royal Academy of Music in Kopenhagen absolvierte, gastierte seither u.a. auch im Königlichen Opernhaus Kopenhagen, beim Festival Operklosterneuburg, im Wiener Konzerthaus und im Wiener Musikverein, in der Wigmore Hall London, am Teatro Nacional de Brasil, in der Opera City Tokyo, Den Nye Opera Bergen in Norwegen, der Kungliga Operan Stockholm, bei den Bregenzer Festspielen, im Concertgebouw Amsterdam und bei Den Norske Opera in Oslo.

    Das Zafraan Ensemble steht für Musik, die das heutige Leben und die Gesellschaft in ihren Facetten reflektiert. Gemeinsam mit anderen Kunstformen beobachten, erforschen und verarbeiten die zehn festen Instrumentalisten aus Spanien, Frankreich, Neuseeland, Australien und Deutschland Themen des aktuellen Geschehens, der Natur, Technologien sowie die vermeintlichen Normalitäten und Absurditäten von heute. Die basisdemokratisch organisierte Gruppe formierte sich 2009 in Berlin und spielt vorzugsweise aktuelles Repertoire, das von der Kernbesetzung mit Violine, Viola, Violoncello, Bass, Flöte, Klarinette, Saxophon, Harfe, Klavier und Percussion abgedeckt wird. Das Zafraan Ensemble arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Titus Engel oder Manuel Nawri, mit Künstlerinnen wie Chiharu Shiota, Aliénor Dauchez und Louise Wagner sowie mit Komponisten wie Samir Odeh-Tamimi, Alexander Schubert, Elena Mendoza, Stefan Keller, Johannes Borowski, Eres Holz und Helmut Oehring zusammen.

    Eine Produktion des Zafraan Ensemble in Kooperation mit dem RADIALSYSTEM V und dem Gare du Nord Basel. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, vom Land Berlin und dem Fachausschuss Musik BS/BL.