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Informationen zur Veranstaltung

  • Sa
    01
    Apr
    2017

    SCHULD UND BÜHNE. Garagenoper #3

    20:00

    THEATER UNTERM DACH, Danziger Straße 101 / Haus 103, Berlin-Prenzlauer Berg

    Mann aus Obst
    SCHULD UND BÜHNE
    Garagenoper #3

    von und mit:
    Nina de Ludemann – Bildersturm, Trompete, Zahnmedizin
    Nicolas Pannetier – Bass, Nichtwissen, Griechisch
    Daniel Casimir – Posaune, Schuld, Körperarbeit
    Edith Steyer – katholische Saxophonistin, Martin Luther
    Maja von Kriegstein – Klavier, Trompete, Transzendenzmanagement

    Nach drei aufregenden Jahren im Performancemusiktheater findet die Gruppe Mann aus Obst, dass es im Jahr des Reformationsjubiläums an der Zeit ist, ihre religiösen Prägungen einer humorvollen musikalischen Wurzelbehandlung zu unterziehen und die Ergebnisse für die interessierte Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

    SCHULD UND BÜHNE nennen sie ihre Garagenoper#3, die sich mit dem Thema der religiösen Heimat beschäftigt. Sie wollen ihre Gretchenfragen vollständig und abschließend miteinander klären… Dabei fragen sie sich u.a.:
    – Ist ein komplett aufgeklärter Glaube überhaupt noch ein Glaube?
    – Lohnt es sich, bestehende große Institutionen zu reformieren oder sollte man 
    lieber gleich graswurzelmäßig von vorne anfangen?
    – Sind wir wirklich so unpolitisch und ins Private zurückgezogen wie man es überall 
    lesen kann und unsere Eltern es uns vorwerfen?
    – Sollte die christliche und überhaupt jegliche Menschenliebe und Toleranz angesichts 
    des neuen evangelischen Kirchenliedes kurzzeitig außer Kraft gesetzt werden dürfen?
    – Was würden wir eigentlich gerne auf einen Zettel schreiben und an die Kirchentür kleben?
    Erstens: Unsere Tempel sind alt und müssen – ja was denn? Weg? Zweitens: Anders?Drittens: An welche Tür denn überhaupt? Oder schreiben wir alles ins Tagebuch und reformieren uns immer nur selbst und gar nicht die Institutionen? Ist es eigentlich eine wirkungsvollere Reformation, Fortschrittszentimeter auf Fakultätsratssitzungen zu erkämpfen oder ein grundehrliches Tagebuch zu führen?