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Kommend | Archiv: 2018 2017 2016
  • Mo
    09
    Jul
    2018

    Salvatore Sciarrino: Ti vedo, ti sento, mi perdo

    19:30

    Staatsoper Unter den Linden, Unter den Linden 7, 10117 Berlin-Mitte

    In attesa di Stradella

    Oper in zwei Akten
    Musik und Text von Salvatore Sciarrino

    Salvatore Sciarrino ist kein Unbekannter an der Berliner Staatsoper. Bereits fünf seiner Musiktheaterwerke sind im Schiller Theater zwischen 2010 und 2016 zur Aufführung gekommen. Nun hat er ein neues Werk geschrieben, in seiner unverkennbaren musikalischen Sprache: Glasklare Klänge, zerbrechlich und zugleich eindringlich, dazu eine hochartifizielle, nuancenreiche Textbehandlung sowie Verweise auf vergangene Kapitel der Musikgeschichte, die in zeitgenössischem Kontext neu beleuchtet werden.
    „Ti vedo, ti sento, mi perdo“ („Dich sehen, dich hören, mich verlieren“) trägt den Untertitel „Warten auf Stradella“. Aufgegriffen wird das Schicksal des seinerzeit überaus prominenten italienischen Komponisten Alessandro Stradella, der 1682 unter mysteriösen Umständen einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Im Hause des Kardinals Colonna im barocken Rom erwarten eine Sängerin, ein Literat, ein Musiker, ein Chor und ein Instrumentalensemble auf der Bühne die Ankunft des Komponisten. Doch am Ende erreicht sie statt einer versprochenen neuen Arie die Nachricht von Stradellas Tod. Bis dahin wird ausgiebig über den ebenso streitbaren wie originellen Künstler – schon zu Lebzeiten eine Legende – und seine Musik berichtet und reflektiert. Unterschiedliche Perspektiven und Wertmaßstäbe spielen dabei eine Rolle, desgleichen auch das Nachdenken über die menschliche Natur, über den Körper, die Sinne und die Leidenschaft – mithin über das, was die Kunstform Oper in ihrem Kern ausmacht.

    Musikalische Leitung: Maxime Pascal
    Inszenierung: Jürgen Flimm
    Mitarbeit Regie: Gudrun Hartmann
    Bühnenbild: George Tsypin
    Kostüme: Ursula Kudrna
    Licht: Olaf Freese
    Choreographie: Tiziana Colombo
    Dramaturgie: Benjamin Wäntig

    Sängerin: Laura Aikin
    Musiker: Charles Workman
    Literat: Otto Katzameier
    Pasquozza: Sónia Grané
    Chiappina: Lena Haselmann
    Solfetto: Thomas Lichtenecker
    Finocchio: Christian Oldenburg
    Minchiello: Emanuele Cordaro
    Junger Sänger: David Oštrek
    Chor: Sarah Aristidou, Olivia Stahn, Magnús Hallur Jónsson, Matthew Peña, Ulf Dirk Mädler, Milcho Borovinov

    Staatskapelle Berlin

    Eine Koproduktion mit dem Teatro alla Scala di Milano