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Informationen zur Veranstaltung

  • Sa
    12
    Mai
    2018

    Solistenensemble Kaleidoskop, FORT/DA I Terrain Vague

    22.00 Uhr

    Radialsystem V

    Werke von Peter Ablinger, Cesar Franck, Pauline Oliveros u. a.

    Musik und Performance    Solistenensemble Kaleidoskop

    Choreographie    Philipp Enders

    Hin und weg: Take me to the Nebelsee! Mit fließenden und abrupten Wechseln zwischen konkreter physischer Nähe und Entfernung zwischen den Musikern und ihrem Publikum beginnt der erste Teil der Konzertreihe FORT/DA in der Andeutung einer Inselwelt. Terrain Vague. Brache. Unbekanntes Gebiet. Das Solistenensemble Kaleidoskop geht über Wasser – das Publikum schaut, hört, staunt. César Francks Quartett und Vokalmusik von Peter Ablinger sind die Klänge der Sirenen, die in einer Inszenierung des Choreographen, Tänzers und Performers Philipp Enders das Publikum umschwirren und es in Pauline Oliveros‘ Ritual des Deep Listening einführt.

    Informationen zu FORT/DA II finden Sie hier.
    Informationen zu FORT/DA III finden Sie hier.

    Kaleidoskop goes romantic – und das gleich in Reihe! Also dann: keine Fragen stellen und spielen, spielen, spielen. Franz Schubert, Sebastian Claren, César Franck, Peter Ablinger, Pauline Oliveros, Theodor W. Adorno und Guiseppe Verdi treffen in der dreiteiligen Konzertreihe auf Philipp Enders, copy & waste und Rashad Becker. Das RADIALSYSTEM V wird zum Spielplatz, auf dem gezischt, gestottert, gekratzt und in feinsten Streichersounds geschwelgt wird. Vor allem und in allem aber geht es um die Musik und ihre sinnliche, fragile, komplexe, berührende Weiterführung unserer Gedanken ins Unsagbare.

    Das Solistenensemble Kaleidoskop wurde 2006 von Michael Rauter und Julian Kuerti gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich das Ensemble unter der künstlerischen Leitung von Michael Rauter und Daniella Strasfogel stetig gewandelt und immer wieder innovative Formen der Musikvermittlung erprobt. Seit 2015 ist Tilman Kanitz künstlerischer Leiter. In Zusammenarbeit mit Künstlern aus anderen Genres sucht Kaleidoskop nach neuen Aufführungsformen; die Musiker werden dabei auch selbst zu Performern und Darstellern. Das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur aktuellen Musik, auch eigene Musikkonzepte werden entworfen. Kaleidoskop arbeitet eng mit dem RADIALSYSTEM V in Berlin zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Kunstfest Weimar, den Kunst-FestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival oder den Donaueschinger Musiktagen und war Ensemble in Residence bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker und dem Klarafestival in Belgien. Das Ensemble spielt an Häusern wie dem Concertgebouw Brügge, Harpa in Reykjavík, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden oder Kampnagel Hamburg, dem Berghain und der Philharmonie. Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Solistenensemble mit Künstlern wie Sasha Waltz, Sabrina Hölzer, Jennifer Walshe, Georg Nussbaumer, Laurent Chétouane, Ludger Engels, Sebastian Claren, der Band Mouse on Mars und Thomas Mahmoud zusammengearbeitet. Das Ensemble erhält 2017 bis 2019 eine Förderung durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin.

    Philipp Enders arbeitet als Choreograph und Tänzer in Berlin. Er studierte Musik in Groningen und Literaturwissenschaft in Berlin, bevor er 2014 den Studiengang Tanz, Kontext, Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin abschloss. Seine choreographischen Arbeiten sind geprägt von der Analyse und Übertragung musikalischer Strukturen und Aspekte auf den Tanz, sowie der tänzerischen Auseinandersetzung mit Text, insbesondere gesprochener Sprache. Sein letztes Tanzstück „The Interwoven We Sings Silently“ kam bei den Tanztagen 2017 in den Sophiensaelen zur Premiere. Bisher zeigte er eigene Arbeiten in Berlin, Wien, Bordeaux und St. Petersburg. In Kollaboration mit Jan Burkhardt, Benjamin van Bebber und Sigal Zouk verfolgt er zur Zeit ein choreographisches Forschungsprojekt zu Johann Sebastian Bachs Wohltemperierten Klavier. Als Tänzer und Performer arbeitete Philipp Enders u. a. für Clément Layes, David Weber-Krebs, Martin Nachbar und Paul Hendrikse.

     

    Ein Projekt von Solistenensemble Kaleidoskop in Kooperation mit dem RADIALSYSTEM V. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.