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Informationen zur Veranstaltung

  • Sa
    20
    Jan
    2018

    Requiem pour L.

    20:00

    Haus der Berliner Festspiele, -Wilmersdorf

    Vierzehn Musiker von verschiedenen Kontinenten versammeln sich um Mozarts „Requiem“. In einer Rekonstruktion dieses Requiems verbinden sie ihre eigenen musikalischen Einflüsse wie Jazz, Oper und populärer afrikanischer Musik. Das Ziel ist es, dieses Werk der westlichen Musik neu erfahrbar zu machen.

    Der Komponist Fabrizio Cassol, musikalischer Leiter dieses Projekts, schreibt seine eigene künstlerische Geschichte fort, in der er seit jeher verschiedene musikalische Kulturen zur Arbeit an einem bestimmten Thema zusammenbringt. Immer wieder sucht er nach Wegen, mit bereits existierenden Werken und mit mündlich und schriftlich überlieferten Traditionen neue Geschichten zu schreiben. Im Falle des „Requiems“ bringt er Musiker*innen, mit denen er bereits gearbeitet hat (so zum Beispiel bei „Macbeth“ und „Coup Fatal“), mit Künstler*innen zusammen, für die dies die erste gemeinsame Arbeit ist.

    Der Regisseur Alain Platel wird gemeinsam mit der Gruppe nach einer visuellen und körperlichen theatralen Übersetzung der Bilder und Assoziationen suchen, die das „Requiem“ hervorruft: von der Totenmesse zum Massengrab, in dem Mozart selbst verscharrt wurde.

    Cassol und Platel begegnen sich in einer Art „métissage“, einer Verschmelzung der Kulturen, und erschaffen so neue Universen. Ihre bisherige Zusammenarbeit umfasst Bearbeitungen von Monteverdis „Marienvesper“ („vsprs“, 2006), Bachs Matthäuspassion („pitié!“, 2008) und des westlichen Barockrepertoires („Coup Fatal“, 2014).

    Musik: Fabrizio Cassol nach Wolfgang Amadeus Mozart
    Regie: Alain Platel
    Musikalische Leitung: Rodriguez Vangama
    Dramaturgie: Hildegard De Vuyst
    Video: Simon Van Rompay
    Kamera: Natan Rosseel
    Bühne: Alain Platel
    Kostüme: Dorine Demuynck
    Licht: Carlo Bourguignon
    Klangregie: Bartold Uyttersprot, Carlo Thompson

    Von und mit:
    Rodriguez Vangama Gitarre, E-Bass
    Boule Mpanya, Fredy Massamba, Russell Tshiebua, Gesang
    Nobulumko Mngxekeza, Owen Metsileng, Stephen Diaz / Rodrigo Ferreira, lyrischer Gesang
    João Barradas, Akkordeon
    Kojack Kossakamvwe, E-Gitarre
    Niels Van Heertum, Euphonium
    Bouton Kalanda, Erick Ngoya, Silva Makengo Likembe, Michel Seba, Perkussion

    Eine Produktion von les ballets C de la B, Festival de Marseille und Berliner Festspiele

    In Koproduktion mit Opéra de Lille, Théâtre National de Chaillot Paris, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Onassis Cultural Centre Athens, TorinoDanza, Kampnagel Hamburg, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Festspielhaus St. Pölten, L’Arsenal Metz, Scène Nationale du Sud-Aquitain – Bayonne, La Ville de Marseille

    les ballets C de la B wird unterstützt durch die flämische Regierung, die Stadt Gent, die Provinz Ost-Flandern, North Sea Port und Belgian Tax Shelter